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Ach, wie schön ist Panama!

Von Entlebuch nach Panama: Neunter Reisebericht von Yvonne Vogel und Phil Hofstetter

Am 24. Februar überquerten Yvonne Vogel und Phil Hofstetter den berühmten Panamakanal. Damit erreichen sie das Ziel ihrer Reise und lernen ein überraschend vielseitiges Land kennen.

Text und Bild Phil Hofstetter

Hinter uns liegt eine mehr als 20 000 Kilometer lange Strecke, wir sassen insgesamt 410 Stunden in Bussen, Zügen, Booten und auf Schiffen. All diese Stunden vergingen meist kurzweilig, manchmal zäh und zwischendurch atemberaubend.

Unsere vorerst letzte Busfahrt endet in Panama Stadt. Etwa 1,2 Millionen Menschen aus aller Welt leben und arbeiten in dieser modernen und lebendigen Metropole und verhelfen dem kleinen Land zu gewaltigem Wirtschaftswachstum. Wir geniessen es, mit der brandneuen Metro durch den Untergrund zu flitzen und in schönen Restaurants indische oder libanesische Spezialitäten zu essen. Die Skyline mit den Wolkenkratzern weckt Erinnerungen an unsere Ankunft auf dem Kontinent vor fast vier Monaten in New York.

Besuch beim Volk der Kuna

Ein paar Tage später fliehen wir vor der Hitze der Grossstadt ins autonome Gebiet Kuna Yala. Zwei Stunden lang kurven wir in einem Jeep durch den Urwald, es folgt eine halbe Stunde im Motorboot. Wegen des starken Windes und der Gischt sind wir schon nach fünf Minuten durchnässt bis auf die Unterhosen! Als wir auf dem Inselchen Narasgandup von Gastgeber Iron herzlich empfangen werden, wissen wir, dass sich die Anstrengung gelohnt hat: weisser Sandstrand, Schatten spendende Kokospalmen und türkisblaues Meer.

Nach dem kunatypischen Abendessen aus Fisch, Reis und gebratenen Bananen sitzen wir am Lagerfeuer und Irons Sohn Fran erzählt uns vom Inselleben. Auf «unserer» Insel, welche man in einer Viertelstunde zu Fuss umrundet, leben etwa 50 Menschen in einfachsten Holzhütten mit Blätterdach und Sandboden. Die Dusche besteht aus einem Loch im Boden, einem Wasserfass und einem Kessel.

Mit dem Boot zur Schule

Um sechs Uhr morgens kommt das Schulboot und bringt die Kinder auf die nächstgrössere Insel zum Unterricht. Dieser wird in der kunaeigenen Sprache gehalten, die Schüler lernen aber auch spanisch.

Neuerdings ist auch noch englisch im Angebot, der Tourismus hat nämlich schon auf einigen Inseln den Fischfang als Haupteinnahmequelle abgelöst. Auch das Lieblingsgetränk der Inselbewohner lernen wir kennen: Fran klettert auf eine Palme, holt eine Kokosnuss herunter und schlägt mit der Machete ein Loch hinein. Ins frische Kokoswasser kippt man noch einen zünftigen Schluck Rum, fertig ist der «Kuna Libre».

Zurück von der paradiesischen Karibikinsel machen wir uns nun auf den Heimweg nach Entlebuch. Auch Von Entlebuch nach Panama

Yvonne Vogel und Phil Hofstetter sind während fünf Monaten auf Reisen. Dabei will das Ehepaar aus Entlebuch den Weg von seiner Heimatgemeinde bis nach Panama ohne Flugzeug zurücklegen. In regelmässigen Abständen berichten sie im Entlebucher Anzeiger über ihre Reise. Ihre EMailAdresse lautet: philwhofstetter@gmail.com. Weitere Bilder sind auf der Reisehomepage www.yvonnevogel.philhofstetter. ch zu finden. [EA] die Rückreise verspricht ein Abenteuer zu werden – mehr darüber im nächsten (und letzten) Reisebericht…

Die spektakuläre Skyline lässt erahnen, wie mondän und lebendig Panama Stadt ist.

Yvonne Vogel mit Kuna-Frauen in traditioneller Kleidung. Man beachte den aufwendigen Beinschmuck.

Die Kuna und ihre Gäste wohnen in einfachen (und manchmal etwas schiefen) Holzhütten.

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